Lass jetzt los

Und dann war plötzlich alles still
Türe zu und schlafen gehen
Nur im Traum auf leisen Zehen
Schauen was das Leben will.

Einsam tief im Schlaf verloren
Lass ich die Gedanken schweifen
Rückzug, heimlich, leise reifen
Und dann wieder neu geboren.

Aufstehen, strecken und laut gähnen
Das Leben soll mich wieder haben
Streck die Flügel raus aus meinen Waben
Geträumt von neuen Plänen.

Geradeaus und kraftvoll leben
das Ziel direkt vor meinen Füßen
Will ich meine Zukunft grüßen
Beinah hätt´ ich aufgegeben.

Ich war doch nur kurz eingeschlafen
Als hoffnungsloses Trauerwesen
Wär´s das beinah wohl gewesen
Traue ich mich aus meinem Hafen.

Schwimme raus aufs offene Meer
Löse mich aus all den Zwängen
Der Gesellschaft, dieser engen
Schwimme nicht mehr hinterher.

Diese Freiheit lässt mich schweben
Die Luft zum atmen ist zu spüren
Ich lasse mich von jetzt an führen
Von mir und meinem eignen Leben.

Im Geist weiß ich der Weg ist hier
Sich zu lösen von dem was alle denken
Wird mich in meine Richtung lenken
Ich bleibe ruhig und folge mir.

 

FrühlingHallo du,

ja, so ist das in meinem Leben. Lange war es um mich still. Ich konnte nicht schreiben was mit mir und meinem Leben passierte.
Nach der Einnahme eines homöopathischen Globulis, ging es mir erst einmal ordentlich schlecht. Gab es doch eine ernstzunehmende Erstverschlimmerung, durch die ich mir selber nicht mehr ganz sicher war, ob es richtig oder falsch ist, meinen Weg so zu gehen. Doch seit ein paar Tagen gibt es lichte Momente in denen meine Beine leicht und beweglich sind. In denen ich mich, vorzugsweise drinnen, wieder den ein oder anderen Schritt ohne Sicherheitsgurt zu gehen traue. Musste ich mich in den vergangenen Wochen doch bei jeder kleinen Bewegung durch Netz und doppelten Boden sichern um nicht ins Verderben zu stürzen.

Doch jetzt ist was anders. Auch meinem Physiotherapeuten, der mir eine Woche zuvor zu Kortison geraten hatte, ist eine Veränderung aufgefallen. Meine Beine lassen sich leichter bewegen. Bisher waren sie starr und steif und unbiegsam. Ich meinte, schauen wir mal wie es in einer Woche aussieht. Wenn es da immer noch so ist, scheint das Mittel seine Wirkung zu zeigen und Hoffnung kann wieder in meinen Bekanntenkreis eintreten.

Und bis dahin ABWARTEN. Oh, wie ich dieses Wort hasse.

Ja, und heute ist mir dann dieses Gedicht eingefallen. Lass jetzt los…(siehe oben)

Der Rückzug, die Verzweiflung, die Hoffnungslosigkeit. Und dann doch der kleine Lichtblick am Horizont, der mir Mut macht weiter gegen den Strom und für mein Leben zu schwimmen.

Ich freue mich, wenn du noch ein Weilchen neben mir her schwimmst und mich auf meinem Weg begleitest, in dem du zum Beispiel meinen Blog liest. Und es freut mich noch mehr, wenn du deine Gedanken hier unter diesem Beitrag mit mir und den anderen Lesern teilst.

Bist du auch deinen eigenen Weg in deinem Leben eingeschlagen? Fern von der Masse und gegen den Strom? Wie sind deine Erfahrungen, wenn man anders denkt als die meisten?

Ich wünsche dir auf jeden Fall immer die richtige Entscheidung für DEIN Leben zu treffen.

Hab einen schönen Frühlingstag. Genieße die Farben der Natur, die Sonne und die frische Luft.

Herzliche Grüße
Die Schmetterlingsdompteurin

Eva